Sehenswürdigkeiten

 

Wirklich beeindruckend ist die Anzahl der Sehenswürdigkeiten in Faro. Alte Kirchen, die ihre Wurzeln bis ins 13. Jahrhundert haben, antike Gebäude mit herrlichen Mosaiken oder ein erholsamer Stadtpark machen Faro zu dem, was es ist.

 

Gebäude

 

Altstadt

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Die historische Altstadt von Faro besteht aus drei Stadtteilen. Den ältesten Stadtteil davon bildet die Vila-Adentro, der sich innerhalb der alten Stadtmauer befindet und durch drei Tore betreten werden kann. Der Stadtteil Mouraria befindet sich im Nordwesten und ist nach den Mauren benannt, denen durch königlichen Erlass von 1269 erlaubt wurde, außerhalb der Stadtmauern zu wohnen. Bairro Ribeirinho, angrenzend an den Yachthafen und den Bahnhof von Faro ist der dritte Stadtteil. Schon in der Römerzeit wurde dieser Bereich handwerklich genutzt.

 

Alte Stadtmauer

Die alte Stadtmauer umschließt heute das alte Innenstadtviertel, die Vila-Adentro, noch nahezu vollständig. Drei Tore führen in die Vila-Adentro hinein. Während die Mauer selbst zur Maurenzeit von dem arabischen Fürsten Ben Bekr gebaut worden ist, wurden die beiden dem Osttor vorgesetzten weiß angestrichenen und jetzt renovierten Türme erst im Rahmen einer allgemeinen Verstärkung der Stadtmauer im 12. und 13. Jahrhundert vor dem Torbogen vorgebaut. Ein Azulejobild weist auf die Verleihung der Stadtrechte am 7.9.1540 durch König Jao III. hin. Oberhalb des Torbogens "Arco da Vila" steht in einer Nische eine Figur des (Stadt-)heiligen Thomas von Aquin. Durch den Angriff des englischen Grafen Essex 1596 wurde die alte Stadtmauer zwar schwer beschädigt, aber anschließend wieder aufgebaut und baulich verändert, um Kanonen zu installieren.

 

Bischofspalast Paço Episcopal

Der Palast wurde zwischen 1581 - 1585 in Faro errichtet, weil seinerzeit der Bischof D.Afonso de Castello-Branco den Bischofssitz von Silves nach Faro verlegt hatte. Nach einem Erdbeben von 1755 wurde er leider zerstört und nur teilweise wieder aufgebaut. Besonders beeindruckend sind für den heutigen Besucher die Azulejos (Mosaike) und Azulejosbilder in der Vorhalle, im Treppenaufgang und in den drei Sälen. Sie gehören zu den schönsten Rocaille-Kacheln (verziertes Dekorationsmotiv des Rokoko) der Algarve zählen. Alle restlichen Räumlichkeiten befinden sich in einem hervorragenden Zustand und vor dem Palast befindet sich ein Denkmal für den Bischof Francisco Gomes do Avelar, der sich nach 1755 intensiv für den Wiederaufbau der Kathedrale und des Palastes eingesetzt hatte. Der prachtvolle Palast lohnt einen Besuch auf jeden Fall!

 

Stadtpalast Solar do Capitao-Mor

An der Rua Filipe Alistao steht der Stadtpalast Solar do Capitao-Mor. Das märchenhafte Barockgebäude mit der lang gezogenen Fassade ist durch Pfeiler unterteilt und vier Marmorsäulen tragen das schwere Deckengewölbe. Das Gebäude beherbergt heutzutage eine Privatschule.

 

Casa das Açafatas

In der Rua do Santo António blicken Sie auf ein barockes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Dies ist das Casa das Acafatas, welches mit Ornamenten geschmückter Eingangstür und Fenstern sofort ins Auge fällt. Typisch für die regionale Architektur hat die Fassade Balkone mit schmiedeeisernen Gittern. Das Haus war lange im Besitz einer wohlhabenden Familie, was das Familienwappen über dem Eingangsbereich immer noch bezeugt.

 

Solar dos Pantojes

In der gleichen Straße steht ein gut erhaltenes Gebäude namens Solar dos Pantojes. Es stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Auch hier finden Sie die typischen Stilelemente: die typischen Fenstern und schmiedeeisernen Gittern vor den Balkonen. Das Familienwappen befindet sich über der Eingangstür. Das Gebäude beherbergt seit den 1920er Jahren den Faro-Club.

 

Kirchen

 

Catedr al do Faro - die Sé

Die Kathedrale stammt mit seinem ursprünglichen Gebäude aus dem 13. Jahrhundert. Man geht davon aus, dass die Westgoten sie zu Ehren der Santa Maria errichtetet hatten. Aus dieser Zeit stammen das prächtige Hauptportal, der die Hauptfassade überragende Turm und zwei Kapellen. Später wurde die Kirche durch die Mauren in eine Moschee umgebaut, aber nach der Vertreibung der Mauren wieder in eine Kathedrale. Sie ist im Laufe der Geschichte zweimal nahezu vollständig zerstört worden: durch die Truppen des Grafen von Essex und im Jahre 1755 durch ein großes Erdbeben. Daher finden Sie an der Kirche viele verschiedene Stilelemente. Sie haben vom Turm aus einen herrlichen Überblick über die Stadt und das Naturschutzgebiet Ria Formosa genießen. Sie sollten den reich geschmückten Innenraum der Kirche betrachten. Wenn Sie die Kirche verlassen, gelangen Sie mit wenigen Schritten nach links im Garten zu einer kleinen Knochenkapelle mit Gebeinen und Totenschädeln.

 

Igreja do Carmo

Mit ihrem markanten Profil durch die beiden imposanten Glockentürme stellt die barocke Igreja do Carmo ein bedeutendes Zeugnis zeitgenössischer Kirchenbaukunst des 18. Jahrhunderts dar. Baubeginn der Kirche war bereits 1719, doch der letzte Glockenturm wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts fertig gestellt. Besonders berühmt wurde sie, als man hier im Jahre 1808 die geheimen Planungen der beabsichtigten Rebellion gegen die französischen Truppen organisierte. Doch auch die Bauweise ist beeindruckend. Der Hauptaltar und die Nebenkapellen sind reich mit vergoldetem Schnitzwerk verziert. Die barocke Figurengruppe der Triumphprozession stammt von dem berühmten portugiesischen Holzschnitzer Manuel Martins. Schlichter, doch dennoch atemberaubend, ist die Sakristei mit der tollen Holzdecke.

 

Igreja da Misericórdia

Westlich des Parks Manuel Bivar liegt die Igreja da Misericórdia. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche der "Barmherzigkeit" vermutlich auf den Grundmauern einer zerstörten kleinen Kapelle aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Es handelt sich um die einzige Kirche in Portugal, die über einen Grundriss verfügt, der einem griechischem Kreuz nachempfunden ist. Wirklich beeindruckend! Nach dem Erdbeben von 1755 wurde zwischen 1795 und 1815 die Fassade umgestaltet und ein neues Krankenhaus errichtet. Im Inneren der Kirche sind ein Altaraufsatz im typisch manuelistischen Stil aus dem 17. Jahrhundert und ein Triumphbogen mit herrlichen Rokokoschnitzwerk sowie einer wertvollen Figurensammlung.

 

Igreja de São Pedro

Am Largo de São Pedro unweit befindet sich die Igreja de São Pedro. Auf den Trümmern einer primitiven Einsiedelei wurde sie von Seefahrern im Jahre 1577 neu errichtet. Schwer beschädigt durch das verheerende Erdbeben im Jahre 1755, wurde sie jedoch erneut rekonstruiert. Der prachtvolle holzgeschnitzte Altar von dem bekannten Bildhauer Manuel Francisco Xavier sowie der Altarschmuck und die heiligen Gefäße stammen ebenfalls aus dieser Zeit. Das südlich gelegen Haupteingansportal besticht durch die beiden ionischen Säulen, die paarweise seitlich angebracht sind. Im Inneren finden sich neben dem Hauptschiff zwei Querschiffe - jeweils mit reich verzierten holzgeschnitzten Altären versehen.

 

Parks

 

Stadtpark - Alameda João de Deus

Der Stadtpark von Faro - Alameda João de Deus - ist mit seinen über hundert Jahre alten Bäumen nicht nur für Pflanzenliebhaber interessant. Der nach dem Dichter und Pädagogen João de Deus benannte Park ist nur wenige Schritte von der Fußgängerzone entfernt und daher eine wahre Oase der Erholung. Folgen Sie dem Hauptweg des Parks, stoßen Sie auf die palmengesäumte Allee "Rua Manuel Jose", die auf das bunte "arabische" Tor des "Antigo Matadouro", des ehemaligen im Jahre 1899 eingeweihten Schlachthofes, führt. Im Zentrum des Parks befindet sich ein Tiergehege mit Kanarienvögeln, Wellensittichen, Hasen und Kaninchen. Gleich nebenan ist ein Springbrunnen angelegt.